“This Is Alabama. We Speak English.”
Wir sehen warme Farben. Viele Rottöne. Bedeutungslose Dudelmusik spielt ein und ein Mann tritt hervor, der am Boden eine Schleimspur hinter sich herzieht – leider kann man sie nicht sehen.
“I’m Tim James”, stellt sich der gute Mann vor. Nun, Tim hat ein Anliegen. Denn in Alabama ist man migrantenfreundlich! Warum? Nun, immerhin gibt es den Test der theoretischen Fahrprüfung in 12 Sprachen! Warum das schlimm ist? Der gute Tim gibt uns die Antwort selbst:
“This is Alabama. We speak English. If you want to live here – learn it.” So einfach, Mensch! Doch es geht noch weiter, denn der gute Tim ist ein “Businessman” denn unter ihm würde es nur englische Test geben – das spart schließlich Steuern. Jaja, die Tests sind schon übersetzt. Jaaa, man, das spart keine Steuern. Aber da kommt halt der Businessman hervor. Was will man da tun?
Wer den Vollpfosten wählen will – im Herbst sind Wahlen.
Aber ernsthaft: Wie migrantenfeindlich kann man sein? Es ist eine Sache, von den Menschen zu verlangen die Sprache zu lernen (wir Deutschen sind da selbst groß dabei) aber wenn ich mir das Beamtendeutsch der deutschen theoretischen Prüfung anschaue… die würde ich nicht auf Englisch schreiben wollen. Ein Test in meiner Muttersprache ist da eine tolle Geste. Es würde mir signalisieren, dass man mich hier willkommen heißt und mich nicht vergessen hat. Käme ich auf den Gedanken nicht Englisch lernen zu müssen? Natürlich nicht.
Das traurige an dieser Sache: Tim James wird seine Anhänger finden. Leider.